
Den Fröschen zuhören,
den toten Vätern
Gedichte und buchersche Elegien vom Schloss Heidegg
Im Frühling 2005 ist bei Rauhreif Zürich ein neuer Gedichtband
von Werner Bucher erschienen; sein Neugierde weckender Titel: "Den
Fröschen zuhören, den toten Vätern". Und wer
die Gedichte liest, manchmal lange, dann wieder verknappte, vermutet
mit dem Ostschweizer Kulturredaktor Peter Surber, hier "schrammt
ein Blues über die Lande". Doch so sehr der im Appenzell
lebende Dichter seinen Zorn gegenüber Kaputtmachern jeglichen
Couleurs weiterhin nicht verbirgt, seine meist neuen Gedichte sind
überaus subtil und berichten von einer Welt, die auch ihre
wunderbaren Seiten hat und jeden Schutz durch uns Menschen verdient.
Der mit dem Schweizer Schillerpreis ausgezeichnete Lyriker entwirft
seine Gedichte beim Spazieren, in Land- und Stadtkneipen, während
Bahnfahrten und ringt nachher um die überzeugende Form. Manche
der Gedichte vergisst man nicht leicht. Das gilt auch für die
bucherschen Elegien vom Schloss Heidegg,
die bewusst als Auseinandersetzung mit den Duineser Elegien angelegt
sind.
|