 Unruhen
Roman Kaum
je dürfte in der neueren Literatur das Denken, Fühlen, Hoffen und Leiden
eines Pfarrers so unmittelbar ins Wort umgesetzt worden sein wie in diesem Roman
von Werner Bucher. Und auf keiner Seite des umfangreichen Werkes kommt der Verdacht
auf, man habe es hier mit einem Priester zu tun, der Vergangenem nachtrauert.
Im Gegenteil, der im aargauischen Freiamt lebende Pfarrer ist ein moderner, im
Sinne Pascals sich ausgesetzt und aufgerissen fühlender Mensch, der trotz
seinem Glauben täglich mit Geschehnissen und mit Gläubigen wie Ungläubigen
konfrontiert wird, die ihn überfordern. Für "Unruhen" erhielt
der Autor den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung.
Zwei,
drei Stimmen zum Buch: "... nicht nur ein literarisches Ereignis, sondern
auch eine weltanschaulich geprägte Bestandesaufnahme unserer unruhigen Zeit."
(Basler Pfarrerblatt) "Werner Bucher ist mit ,Unruhen' ein gültiges
Dokument über die Zürcher Jugendunruhen gelungen. Er hat in der Abgeschiedenheit
des hügeligen Appenzellerlandes einen klassischen Bildungsroman geschrieben,
der die Bewegung ins Bewusstsein zurückruft, die anfangs der 80er Jahre das
satte Selbstverständnis der Schweiz in Frage gestellt hat." (Kultursendung
NeXT, Fernsehen DRS) "Man darf das kräftige Buch durchaus
einen Schweizer Roman nennen. Menschen werden so gekonnt porträtiert, dass
die Gesellschaft als ganze ins Bild gerät, die Geschichte eine politische
Dimension erhält ... Ein starker Roman, unprätentiös im Stil und
überzeugend in der Handlung." (Facts) "... ein gewichtiger
und wichtiger Roman, nach dessen Lektüre ein Gefühl stiller Freude und
selten gewordener Versöhnung in einem zurückbleibt." (Der Bund)
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