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Stürme sind angesagt
Nachrichten aus Zürich, dem Appenzeller
Vorderland etc. Zärtlich, behutsam, dann wieder aggressiv kommen
seine knappen wie seine langen Gedichte daher. Bucher verfügt über ein
Sprachgefühl, das Gegenwärtiges, Zukünftiges und Vergangenes zu
evozieren versteht. Der Leserin, dem Leser begegnet eine Poesie, die ihren Themen
entspricht; was im Schatten steht, wird so präzis ins Wort umgesetzt wie
der Augenblick, den es zu leben und in Gedichten zu transportieren gilt. Zurecht
schrieb der Schweizer Filmer Alexander J. Seiler in "Pro Litteris":
"Buchers Gedichte kommen auf Augen-, nein Mundhöhe daher; Gefühl
steigt nicht aus nebligen Sumpfgebieten, sondern aus einer mediterranen Trockenlandschaft
auf: rasch, scharf, schmerzhaft und gleich wieder gedämpft. Der Ton ist zugreifend,
'prosaisch', er erinnert an Ludwig Hohls Satz: 'Man darf nicht dichten beim Dichten
- das ist das Geheimnis'." |