 "Bucher
ist kein christlicher Existentialist wie Bernanos. Sein Roman ist raffinierter
und ironischer und zielt vor allem auf Gesellschaftskritik ab. Der Autor setzt
die Perspektive eines naiven jungen Mannes ein, um ein subtiles Porträt des
Lebens in einer kleinen Schweizer Landgemeinde und in der Zürcher Jugendkulturszene
zu geben."
Ulrike Längle, Die Presse, Wien (über
"Unruhen")
"Vor der Lektüre sei
gewarnt: Ich habe zwei Nächte lesend verbracht, bin eingetaucht in die Welt
des jungen, unerfahrenen katholischen Pfarrers Martin Jurt, habe ihn durch innere
und äussere Unruhen begleitet. Bin zuletzt tagelang mit ihm und der Hündin
Mouche durch den Jura gewandert - und erstaunt gewesen, keine Blasen an den Füssen
bekommen zu haben." Barbara Traber, Der kleine Bund
"Das
Buch verdient es, in die Hand genommen zu werden. Es verdient, wiewohl in einem
regionalen Kleinverlag erschienen, eine grosse Öffentlichkeit: 'Unruhen'
ist ein starker Roman, unprätentiös im Stil und überzeugend in
der Handlung (...) Nach 50 Seiten kommt die Überraschung. Die Geschichte
um den katholischen Landpfarrer wird unversehens zur Geschichte der Zürcher
'Bewegung' 1980 (...) Man darf das kräftige Buch durchaus einen Schweiz-Roman
nennen. Menschen werden so gekonnt porträtiert, dass die Gesellschaft als
ganze ins Bild gerät, die Geschichte eine politische Dimension erhält." Thomas
Widmer, Facts
"Werner Bucher ist es gelungen, glaubwürdig
eine der Gegenwart und ihren Problemen verpflichtete Priestergestalt zu zeichnen.
Bis zur letzten Seite wird das mitfühlende Interesse in diesem weitgespannten
Netz der Beziehungen aufrechterhalten, und man kann sich dieser angespannten 'Unruhe'
nicht entziehen." Hans Bättig, Luzerner Zeitung
"Der
Autor spielt mit dem Gefühlsspektrum des Lesers, der fast pausenlos ein Wechselbad
zwischen Faszination, Ungeduld und Widerwillen durchläuft. Nur gelegentliche
Verlangsamungen im Erzählfluss nähren die trügerische Hoffnung
auf bleibende Beruhigung. Doch mit feinem Gespür für wohldosierte Dramaturgie
lässt der Erzähler den unruhigen Landpfarrer auf eine alles umstürzende
Peripetie zusteuern. Dem Sog dieses flüssig, bisweilen auch unterhaltsam
erzählten Romans wird man sich nicht so leicht entziehen können."
Roman Bucheli, NZZ
"Buchers Tessiner
Roman handelt vor allem von den dunklen Seiten des Menschen, von frühen Verletzungen
und Ressentiments; nur allmählich zeichnet sich eine Wende ab. Hoffnung auf
neue Liebe, einen Neubeginn. Das Dorfleben wird raffiniert aus verschiedener Optik
geschildert: wie Inauen es erlebt und wie er es als Schriftsteller unter Qualen
verarbeitet. Erneut zeigt sich Buchers sprachliche Meisterschaft, seine ausgeprägte
Fähigkeit, nicht nur Landschaften, Stimmungen, heutige Welt ins Wort zu setzen,
sondern seine Figuren bis ins Letzte auszuloten." Barbara
Traber, Bund (zu "Campanile")
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